WordPress professionell einrichten – Die Live-Seite fertig stellen

Anmerkung: Diese Artikelserie entstand in Kooperation mit der Full Service Werbeagentur WERBEBOTSCHAFT aus Nürnberg.

Ihre Webseite ist jetzt live geschaltet und nun gibt es noch einige wichtige Dinge einzurichten und zu prüfen.
Sowohl Benutzer-Statistik-Tools, als auch  diverse Funktion zum Teilen und Verbreiten Ihrer Inhalte über soziale Medien sollten jetzt noch final eingestellt und getestet werden.

Bezahlmethoden live schalten und prüfen

Wenn Sie einen Shop betreiben, oder sonstige Methoden zum Bezahlen von Produkten, wie z.B. einen PayPal Button, anbieten, muss das „echte“ Bezahlen jetzt unbedingt noch getestet werden.

Verlassen Sie also den zuvor eingerichteten Sandbox Modus bei Ihrem Bezahlanbieter und testen Sie Ihre Bezahlvorgänge live.

Eventuell können Sie auch eine/n Bekannte/n bitten, ein mal eine Bestellung aufzugeben und das Produkt zu bezahlen. So stellen Sie sicher, dass auch unbedarfte Benutzer, die mit Ihrem System nicht so vertraut sind, wie Sie selbst, Ihre Shop-Funktion verstehen und nutzen können.

Google Analytics einrichten

Google Analytics liefert Ihnen wichtige Statistiken zu Ihren Besuchern. Und dies in einem enormen Umfang und kostenlos.
Zur Einrichtung benötigen Sie einen Google Account, welchen Sie unter Google Analytics erstellen und dann gleich loslegen können.

Nach der Einrichtung Ihrer Webseite in Google Analytics, müssen Sie noch Ihre Inhaberschaft bestätigen.
Hier gibt es mehrere Möglichkeiten. Die einfachste erscheint mir aber immer der Uplolad einer HTML-Datei, die Ihnen Google zum Download anbietet.
Laden Sie diese HTML-Datei einfach in das Hauptverzeichnis Ihrer WordPress Installation und prüfen Sie dann in Analytics, ob die Überprüfung Ihrer Inhaberschaft abgeschlossen ist.

Beim Einbinden des Anlaytics Codes, entweder händisch oder per Plugin, sollten Sie immer darauf achten, die Anonymisierungsfunktion, die Google mit anbietet, zum Schutze Ihrer Nutzerdaten zu verwenden.
Lesen Sie dazu hier mehr.
Ein Code-Beispiel, das die Anonymisierungsfunktion in Aktion zeigt, finden Sie hingegen hier.

XML Sitemap bei Suchmaschinen einreichen

Eine Sitemap ist eine Auflistung aller Seiten und Beiträge Ihrer Webseite. Suchmaschinen lesen diese Sitemap dann aus und finden sofort all IHre Inhalte, die beim normalen crawlen eventuell untergegangen werden.
Der Effekt ist klar: Mehr Seiten und Inhalte werden schneller gefunden und somit erhalten Sie Vorteile im Ranking der jeweiligen Suchmaschine.

XML-Sitemaps lassen Sie am einfachsten über ein Plugin automatisch generieren. Viele SEO-Plugins, wie Yoast SEO oder All In One SEO Pack, bringen diese Funktion von Haus aus mit, so dass Sie dann einfach nur noch den Link zur generierten Seite kopieren und der gewünschten Suchmaschine bekannt machen müssen.

Google teilen Sie den Ort Ihrer Sitemap z.B. über die Search Console auf dieser Seite mit.

Automatische Veröffentlichungen in sozialen Medien prüfen

Sollten Sie zuvor ein Plugin zum automatischen Teilen Ihrer Inhalte in sozialen Medien installiert haben, ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, diese Funktion ausführlich zu prüfen.
Schreiben Sie neue (Test-)Artikel und prüfen Sie Ihre Facebook Seite oder Ihren Twitter Account.
Die Überschrift muss richtig gesetzt sein, der richtige Vorschau-Text gewählt und das Vorschaubild richtig angezeigt werden.

Teilen in sozialen Medien prüfen

Besucher Ihrer Seite werden, wenn Sie interessante Inhalte finden, Beiträge und Seiten Ihres Auftritts bei diversen sozialen Medien, wie Facebook oder Twitter, teilen.
Dazu wird einfach die URL Ihrer Seite kopiert und z.B. bei Facebook in einen neuen Beitag eingefügt.

Das Problem, das hier immer wieder auftreten kann, ist, dass Facebook kein, oder das falsche, weil alte Vorschaubild anzeigt.
Abhilfe schafft hier das Eingeben der URL des jeweiligen Beitrags im Facebook Sharing Debugger.
Das Absenden dieses Formulars führt dann dazum, dass Facebook den Cache für diese Seite leert und die neuen Inhalte aufnimmt.

Inhalte in sozialen Medien teilen

Nun sind alle Inhalte angelegt und alle Funktionen geprüft und getestet. Jetzt können und sollen Sie loslegen und Ihre Inhalte in allen sozialen Medien teilen, um Aufmerksamkeit zu erlangen und Benutzer auf Ihre Seiten zu ziehen.

Nutzen Sie dafür so viele Kanäle wie möglich und sorgen Sie dafür, dass Sie diese Kanäle am besten dauerhaft mit neuen Inhalten versorgen.
So schaffen Sie Kontinuität und bleiben auf dem Schirm Ihrer Besucher.

Auf die eigene Schulter klopfen!

Das muss auch mal sein. Schließlich haben Sie jetzt extrem viel Zeit investiert und über 100 Punkte abgearbeitet um Performance, Sicherheit und vor allem den Inhalt Ihrer WordPress-Installation optimal einzustellen, anzulegen und zu prüfen.

Die schlechte Nachricht ist, dass Sie nahezu jeden dieser Punkte bei jeder neuen Installation von WordPress ausführen sollten, was natürlich erheblich zeit in Anspruch nimmt.

Die gute Nachricht ist, dass Sie sich dadurch viel Arbeit durch Wiederherstellung kompromittierter Inhalte ersparen, ein besseres Suchmaschinen-Ranking erhalten und wahrscheinlich besser schlafen können, da Sie für sich, oder ihren Kunden, eine optimale, weil professionelle, WordPress-Umgebung geschaffen haben.

Ich hoffe ich konnte Ihnen mit dieser Checkliste weiter helfen und Sie können diese gleich in den Workflow Ihres nächstes WordPress-Projekts integrieren oder sogar in einem bereits laufenden Projekt anwenden.

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